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Copy & Close kaufen als Nebenjob im Ausland: Der Wohnort ist egal, die Zeitzone nicht

„Nebenjob von Zuhause“ klingt hier im Board fast immer nach: Ort egal, Hauptsache das WLAN steht. Beim Beruf des Closers stimmt der erste Teil, der zweite ist Wunschdenken. Wer mit dem Gedanken spielt, Copy & Close kaufen zu wollen, weil für die Zeit im Ausland ein ortsunabhängiges Einkommen fehlt, sollte vorher zwei Dinge sauber trennen: Der Wohnort ist wirklich egal. Die Zeitzone und die Sprache, in der ihr telefoniert, sind es nicht.

Praktisch heißt das: Auftraggeber und deren Kundschaft sitzen so gut wie immer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die Gespräche laufen entsprechend auf Deutsch, ohne Rückfragen wegen Akzent oder Wortwahl. Die Termine richten sich nach deutscher Bürozeit, ungefähr zwischen neun und achtzehn Uhr MEZ – und anders als bei Nomaden, die ihre Zeitverschiebung alle paar Wochen neu ausrechnen, habt ihr als Ausgewanderte meistens eine einzige, dauerhafte Verschiebung, mit der sich der eigene Tag fest verplanen lässt. Wer in Südafrika, Kenia oder weiten Teilen Osteuropas lebt, merkt kaum einen Unterschied zum deutschen Tagesrhythmus. Wer sich für Thailand, Australien oder die kanadische Westküste entschieden hat, legt Termine grundsätzlich in den eigenen Vormittag oder späten Abend – und plant den restlichen Tag drumherum, nicht umgekehrt. Ein Blick auf die genaue Verschiebung zum eigenen Zielland gehört deshalb vor die Entscheidung fürs Auswandern, nicht erst in den Alltag danach.

Eine Frage kommt in Nachrichten von Leserinnen und Lesern, die schon ausgewandert sind, auffällig oft vor: „Und wie melde ich das Einkommen dann eigentlich an?“ Genau da will ich ehrlich sein, statt eine Antwort zu erfinden, die ich seriös gar nicht geben kann.

Steuern und Anmeldung im Zielland

Das kann ich hier nicht auflösen, und ich versuche es auch nicht, weil sich die Antwort von Land zu Land unterscheidet und ich kein Steuerberater bin, der das für mehrere Länder gleichzeitig seriös beantworten könnte. Ob ihr als Closer über eine bestehende deutsche Anmeldung abrechnet, im Zielland eine eigene Selbstständigkeit braucht oder ein Doppelbesteuerungsabkommen greift, hängt an eurem Wohnsitz, eurer Staatsangehörigkeit und daran, wie das jeweilige Land Online-Dienstleistungen einstuft. Was ich klar sagen kann: Das gehört vor das erste Honorar geklärt, am besten mit einer Steuerberatung vor Ort oder in Deutschland – nicht erst, wenn die erste Rückfrage vom Finanzamt kommt.

Copy & Close, der Ratgeber für Closer mit Kundschaft in Deutschland

Und noch eine Ehrlichkeit ohne Bezug zu Steuern: Ein Ratgeber nimmt euch die ersten schlechten Telefonate nicht ab, die kommen so oder so, und im Ausland fehlt oft das Büro nebenan, in dem sich ein missglückter Anruf kurz abschütteln lässt. Wer allein am Küchentisch in einem fremden Land sitzt und nach der vierten Absage hintereinander am liebsten auflegen würde, spürt das deutlicher als im Großraumbüro mit Kollegen nebenan. Ein Einkommen oder gar einen Job verspricht das Buch nicht, das steht so auch auf der Produktseite, und wer mit Ablehnung schlecht klarkommt, ist in dem Beruf falsch – ganz unabhängig davon, wie gründlich vorbereitet wurde.

Im Ratgeber selbst geht es an dieser Stelle zuerst gar nicht um Zeitzonen, sondern um das Kapitel zum Mindset, eines zu den nötigen Fähigkeiten und eines zum telefonischen Vertrieb als Grundlage – zuhören, Fragen stellen, Stille am Telefon aushalten, statt sie sofort mit Argumenten vollzustopfen, ganz gleich, aus welchem Land der Anruf kommt. Konkrete Provisions- oder Gehaltszahlen sucht ihr darin bewusst vergeblich, weil das für einen Beruf, der von Verhandlung und Auftraggeber abhängt, niemand seriös pauschal vorhersagen kann.

Der Ordnung halber, bevor das hier falsch ankommt: RatgeberPlatz.de betreiben wir selbst, Copy & Close stammt aus unserem eigenen Haus – ich schreibe hier also nicht als unbeteiligte dritte Person, sondern für unser eigenes Produkt.

Wer sich die Kapitel zu Mindset, Fähigkeiten und Berufseinstieg im Detail ansehen will: Copy & Close als Sofort-Download ansehen – lesbar auf jedem Gerät, auch wenn das gerade nur ein Handy mit halbem Akku und schlechtem Netz ist.

Mich würde interessieren, wie andere Ausgewanderte hier das mit der deutschen Bürozeit lösen: Tagesablauf komplett danach ausgerichtet, oder klappt das bei euch nur, weil eure Zeitverschiebung ohnehin klein ausfällt?